Ein Jahr nach der Achillessehnen-OP
Das war dann nicht mehr so lustig, weil die dort aufgezeigten Aussichten für die Zukunft alles andere als gut waren. Ganz so übel ist es dann nicht geworden, auch wenn die ersten zwei Monate nach der OP deutlich schlechter waren, als damals beim eigentlichen Abriss der Sehne in 2003. Ich habe hier im Blog ja verschiedentlich berichtet.
Insofern liegt Facebook recht daneben, wenn es glaubt, ich würde mich gerne daran zurück erinnern. Und schon gar nicht muss ich überhaupt erinnert werden. Ich werde es nämlich bei jedem einzelnen Schritt. Meine Angst vor einem erneuten Abriss ging so weit, dass ich den eigentlichen noch guten Yeti gegen einen mit Automatik-Getriebe ausgetauscht habe. Dass der noch besser aussieht und sich auch besser fährt, ist ein angenehmer Nebeneffekt. Gesucht habe ich aber nur, weil ich wirklich richtig Schiss davor hatte, irgendwo weit weg zu sein, die Sehne reisst ab und ich kann z.B. mit einem Wohnwagen aus dem Urlaub nicht nach Hause fahren. Das wäre wahrscheinlich auch mit Automatik Harakiri, aber es würde gehen!
Überhaupt Urlaub, wir hatten Kroatien gebucht und ich hatte keine Lust mehr, da runter zu fahren. Stellte mir immer die rutschigen, schrägen Steinflächen ins Meer vor und wie ich darauf wegrutschte und … naja. Das hat letztendlich alles geklappt. Am ersten Tag am Meer ein bisschen aufpassen und dann wurde ich schnell mutiger. Aber es geht eben wirklich nicht alles. Wenn ich längere Strecken gehe – so ab einem Kilometer – fängt die Sehne an zu ziepen bis richtig zu schmerzen. Je nach Tagesform. Die Haut auf der Narbe ist dünn, trocken und empfindlich. Mit „empfindlich“ meine ich so dünn, dass die normalen Bürosocken die Haut beim Gehen schon wundscheuern. Der Hacken ist praktisch seit einem Jahr nicht in Ordnung. Ständig ist die Haut dort wund. Und es juckt wie Hölle. Falls man einen positiven Aspekt nennen kann, ist das der, dass ich gelaufene Blasen an dem Hacken nicht merke, weil an der Stelle kein Gefühl mehr ist.
Nein, man muss mich wirklich nicht daran erinnern, dass ich vor einem Jahr operiert wurde. Täglich eincremen, drückende Schuhe und Ziehen beim Gehen sorgen schon dafür. Grundsätzlich kann ich mich aber fortbewegen – und ich ignoriere das meiste auch einfach. Dann merke ich eine zeitlang nichts von dem ganzen. So eine Stunde oder so ;-) Am besten funktioniert noch Rad fahren. Die Belastung ist OK, wenn ich nicht gerade mit zwei Packtaschen am Träger auf den Gedanken komme, einen steilen Waldweg im Stehen hoch zu fahren. Danach konnte ich den Rest des Tages nicht mehr eingeklickt trampeln :-(
Insgesamt kann ich sagen: es geht besser als vor der OP. Angesichts des Kalkklotzes der da wohl raus genommen wurde, ist das aber auch kein Wunder. Ich hoffe, es bleibt die nächsten 30 Jahre mindestens so wie jetzt, das wäre schon OK.
servus. mir ists vor 2 1/2 Jahren passiert, inkl. erneutem anriss ein halbes jahr später, was den verlauf natürlich verkompliziert hat. vor einem halben jahr wurden dann nochmal ein MRT gemacht, und da sah die Sehne recht ok aus, leider habe ich nachwievor große probleme beim gehen und stehen – schmerzen habe ich zwar keine, nur manchmal, aber mein fuss fühlt sich an wie ein fremdkörper, macht was er will, ich habe immer das gefühl, der vorderfuß steht nach oben. beim treppen steigen, also nach unten, habe ich das gefühl, der vorfuß klebt am treppenabsatz fest. laufen geht, aber macht keinen großen spass. meine muskeln spannen sich extrem an, und ich habe keine ahnung, woher das kommt. wade ist noch immer dünner als die andere, wiewohl ich laut ärzten ausreichend kraft entwickeln kann. es ist alles rätselhaft und anstrengend. die sehne ist natürlich verdickt aber sonst unauffällig. einbeiniger zehenstand geht, aber nicht wirklich gut, wobei das auf der gesunden seite auch nicht viel besser ausschaut. kraft lässt halt schnell nach. womöglich ist es eine reine kopfsache. wie ist es bei ihnen? wie ist das gehen? flüssig? wie ists beim laufen? sport? ich kann auf dem bein springen aber nicht so fluffig wie auf der anderen seite, aber die sehne hält es aus. würde mich interessieren, wie es ihnen im täglichen leben geht. beste grüße!
Leute, dort draußen, ebenfalls mit – nicht operierten – Achillessehnenriss, ich bräuchte euere Hilfe.
Ich bin 74 Jahre und habe mir am 28.3.19 die Achillessehne über dem Fersenbein durchgerissen. Das MRT zeigt aber auch die Sehne darüber in einem erbärmlichen Zustand. Viele Mikrorisse und Vakuolen. Bislang habe ich eine OP umgangen; wg. Alter und all den gelesenen, möglichen Folgen so einer OP. Ich vermag nach, gleich 4Monaten seit dem Geschehen, wieder zu gehen( kein Laufen), so 10 km, mehrere hundert Meter Höhenunterschied kein Problem. Diese Erfahrung macht eine Entscheidung: OP, J/N, noch schwieriger. Gibt es unter euch einen Leidensgenossen mit vergleichbarer Vita? Würde mir sehr helfen. Betroffen das linke Bein. Stümpfe 2,5 cm entfernt, narbig zugewachsen. Außer mal ein Ziepen, Brennen – auch nur nach längerer Gehstrecke- keine Beschwerden. Fuß verdickt sich auch nicht zu stark. Am Morgen normal. Trainiere die kleineren, tieferen Muskeln regelmäßig und dort kommt wohl die „Hilfe“ her. Danke, wenn sich jemand meldet.
Herzlich Hans
Hallo Hans,
Ich hatte auch Hackenbeschwerden an Sommer 2018 nach einer Bergwanderung – eine Herausforderung für einen Flachlandlaufenden – mit dem Ergebnis eines 50 %tigen Archillessehnenriss um Oktober 2019, der mit Walkerstiefel bis Februar 2020 zu 85 % heilte und dann mit einem minimalen Abrutschen von einem hinten offenen Croc-Schuh total riß.
Dann kam Lockdown – ich wohne seit 40 Jahren in Spanien – meine OP im März 2020 wurde abgesagt und zum Glück im August 2020 vorgenommen.
In der Zwischenzeit hatte ich durch das lange Walkerstiefeltragen in das Bein auch noch eine Thrombose bekommen.
Man hat sie aber wieder in den Griff bekommen und der mutige Chirurg setzte mir eine neue Archillessehne ein. Ich nehme an, eine edle Spende von einem toten Menschen, dem ich sehr dankbar bin.
Ich bin 75 Jahre, das hört sich gewaltig alt an, aber bis vor dem Riß war ich fit wie ein Turnschuh.
Der Grund meines Schreibens ist, jeden älteren Menschen zur OP zu animieren. Es lohnt sich. Wenn man alles langsam anlaufen lässt, hat man vom Zeitpunkt an , wo man den Walker auszieht, von Woche zu Woche eine höhere Lebensqualität.
6 Wochen nach der OP begann ich mit der Fiseotherapie. Aber, so wie der Gips ab war, habe ich das Bein frei gelassen ohne Strümpfe, Schuhe. Es war Sommer und da war das einfach. Aber es ist eine gute Art frische Luft an die frische Narbe zu lasen und das Bein im LIEGEN zu bewegen.
Alles dauert, aber es wird.
Jetzt sind 4 Monate vergangen seit der OP. Ich laufe ohne Krücken auf der Straße. Langsam und mache nur kurze Besorgungen nah ums Haus herum.
Zu Haus fast ein normales Leben. Nur…wenn der Fuß brennt oder ziept lege ich so schnell wie möglich eine Ruhepause ein.
Pausen sind nötig, aber alles ist viel viel besser als vorher mit der halb- oder ganz gerissenen Archillessehne rumzuhumpeln.
Mein Traumatologe ist genauso zufrieden wie ich – ich war der absolute Risikopatient für diese OP – und ist davon überzeugt, daß ich in 4 bis 6 Monaten noch viel viel besser laufen werde.
Das zur Ermutigung falls jemand meint er wäre zu alt für so eine Op.
Habe ansonsten Bluthochdruck, Apnöen, Schilddrüsenunterfunktion, leichtes Übergewicht 75 kg bei 1,65 , Miniictus – also alles, was ältere Menschen so haben. Nur Mut, das klappt trotzdem.
Jutta
Danke Jutta, dein Mut tut mir gut. Werde morgen operiert, Totalriss, rechtes Bein. Am wohlsten fühlt sich das Bein offen, eine eingerollt Decke darunter. Bin auch 75, sehr fit, alleinstehend. Mit Stützschuh und Krücken. Wird ein Gehen möglich sein?
Hallo Jutta,
Dir wurde wirklich eine neue Sehne eingesetzt? Mein Operateur meinte vor 4 Jahren, das sei nicht möglich, die Sehnen würden nicht anwachsen.
Klappt das doch?
Guten Tag Hans,
ich bin 55 Jahre alt und hätte niemals was an der Sehne operieren lassen, als es mir noch so ging wie Ihnen.
Finger weg von einer OP, wenn man noch 10km laufen kann.
Ich bin vor 37 Jahren von einem op-geilen Arzt am Fersensporn operiert worden – das wurde mir vor 8 Wochen zum Verhängnis. Schmerzen beim Laufen seit 37 Jahren… Fersensporn kam wieder und hat die Sehne vor 8 Wochen zum Reißen gebracht.
Ich mußte operiert werden und lerne jetzt wieder laufen… die Narbe ist soo empfindlich und ich glaube die Schrauben zu spüren. Mein Weg bis zur Genesung scheint noch lang zu sein.
LG Irmtraud
Hallo, Irmtraud,
vielen Dank, dass Du meinem Problem Aufmerksamkeit geschenkt und geantwortet hast. Meine Zweifel( OP: j/n), die mich alltäglich ambivalent begleiten sind mit deinen Worten einer klaren Aussage begegnet: Lass es, wenn’s noch so geht. Das hilft mir. Morgen habe ich einen Vorstellungstermin bei einem – möglichen – Operateur. Einen habe ich schon im Juli verstreichen lassen; wollte erst Geherfahrungen bei einem Aufenthalt im Pfälzerwald sammeln. Wie beschrieben, es geht. Soll heißen: Bei Achtsamkeit ( nicht stolpern, möglichst abrollen- was ohne Wadenmuskulatur immer wie hinken aussieht) komme ich vorwärts, wenn ich auch, ab etwa 10000 Schritten ganzkörperlich angestrengt und müde bin. Alle anderen, nicht betroffenen Gelenke Sehnen, auch die Hüfte der nicht betroffenen Seite, „bemerken“ die Verletzung und reagieren mit „Hinweisen“…Ich hab auch noch nie gelesen, dass jemand mit einer Totalruptur noch so gehen kann( da gibts einige Hilfssehnen, natürlich mit anderen Aufgaben – Tibialsehne, Plantarsehne, Flexorsehne – die kräftig helfen, wenn, ja wenn die kleinen Muskeln, an die sie geheftet sind, gut trainiert und ein wenig „dicker“ sind. Das mach ich. Also, wenn ich heute Abend zu einer Entscheidung gelangt bin/sein sollte, ist mir dein Beitrag eine große, bestärkende Hilfe.
Nun aber zu dir.
Was eine bedrückende Geschichte, die du da berichtest. Vor Jahrzehnten operiert, und danach doch immer Geh-Schmerzen. Wie muss ich mir das vorstellen? Immer gleich bei Gehbeginn oder erst nach einer gewissen Strecke? Hast du Tabletten genommen? Und jetzt der Durchriss. Links/rechts? Über dem Fersenbein. Warum Schrauben? Wann bist du operiert worden? Natürlich musst du nicht antworten, aber dein Schicksal bewegt mich. Ist die OP- Narbe geschlossen? Die Menge an Geduld, welche jetzt von dir gefordert ist, genau davor hab ich Bammel. Ich drücke dir fest die Daumen, dass du den langen Heilungsweg mit nicht nachlassenden Willen durchstehst. Du bist ja noch so jung und brauchst noch Jahrzehnte dein Geläuf. Wird bestimmt! Mich begleitet halt immer der Gedanke: Sei um die Zeit froh, die dir noch bleibt. Schnell kommt was Überraschendes, Finales. Diese OP mit den Risiken: Wundheilung, Infektionen, Narbenschmerzen, lange Rückkehr zur Normalität scheue ich wie der Deibel das Weihwasser…Dann doch lieber humpelnd … durch den kanarischen Winter, wo wir, langzeitig, ein Haus gemietet haben. Dort ist der Riss ja auch im März passiert und ich wollte nicht heim. Lieber humpeln und Sonne, Sonne und den unterhaltsamen Wind und die Stadtferne( lebe in München, leider. Schlechte Luft, Hast, Autos, Autos, wenig rasch erreichbare Natur).
Liebe Irmtraud, würde mich gewiss über ein Wort von dir freuen. Bis dahin, alles Gute für dich! Im späten Herbst wird’s dir schon viel viel besser gehen.
Liebe Grüße Hans
Hallo, Irmtraud,
vielen Dank, dass Du meinem Problem Aufmerksamkeit geschenkt und geantwortet hast. Meine Zweifel( OP: j/n), die mich alltäglich ambivalent begleiten sind mit deinen Worten einer klaren Aussage begegnet: Lass es, wenn’s noch so geht. Das hilft mir. Morgen habe ich einen Vorstellungstermin bei einem – möglichen – Operateur. Einen habe ich schon im Juli verstreichen lassen; wollte erst Geherfahrungen bei einem Aufenthalt im Pfälzerwald sammeln. Wie beschrieben, es geht. Soll heißen: Bei Achtsamkeit ( nicht stolpern, möglichst abrollen- was ohne Wadenmuskulatur immer wie hinken aussieht) komme ich vorwärts, wenn ich auch, ab etwa 10000 Schritten ganzkörperlich angestrengt und müde bin. Alle anderen, nicht betroffenen Gelenke Sehnen, auch die Hüfte der nicht betroffenen Seite, „bemerken“ die Verletzung und reagieren mit „Hinweisen“…Ich hab auch noch nie gelesen, dass jemand mit einer Totalruptur noch so gehen kann( da gibts einige Hilfssehnen, natürlich mit anderen Aufgaben – Tibialsehne, Plantarsehne, Flexorsehne – die kräftig helfen, wenn, ja wenn die kleinen Muskeln, an die sie geheftet sind, gut trainiert und ein wenig „dicker“ sind. Das mach ich. Also, wenn ich heute Abend zu einer Entscheidung gelangt bin/sein sollte, ist mir dein Beitrag eine große, bestärkende Hilfe.
Nun aber zu dir.
Was eine bedrückende Geschichte, die du da berichtest. Vor Jahrzehnten operiert, und danach doch immer Geh-Schmerzen. Wie muss ich mir das vorstellen? Immer gleich bei Gehbeginn oder erst nach einer gewissen Strecke? Hast du Tabletten genommen? Und jetzt der Durchriss. Links/rechts? Über dem Fersenbein. Warum Schrauben? Wann bist du operiert worden? Natürlich musst du nicht antworten, aber dein Schicksal bewegt mich. Ist die OP- Narbe geschlossen? Die Menge an Geduld, welche jetzt von dir gefordert ist, genau davor hab ich Bammel. Ich drücke dir fest die Daumen, dass du den langen Heilungsweg mit nicht nachlassenden Willen durchstehst. Du bist ja noch so jung und brauchst noch Jahrzehnte dein Geläuf. Wird bestimmt! Mich begleitet halt immer der Gedanke: Sei um die Zeit froh, die dir noch bleibt. Schnell kommt was Überraschendes, Finales. Diese OP mit den Risiken: Wundheilung, Infektionen, Narbenschmerzen, lange Rückkehr zur Normalität scheue ich wie der Deibel das Weihwasser…Dann doch lieber humpelnd … durch den kanarischen Winter, wo wir, langzeitig, ein Haus gemietet haben. Dort ist der Riss ja auch im März passiert und ich wollte nicht heim. Lieber humpeln und Sonne, Sonne und den unterhaltsamen Wind und die Stadtferne( lebe in München, leider. Schlechte Luft, Hast, Autos, Autos, wenig rasch erreichbare Natur).
Liebe Irmtraud, würde mich gewiss über ein Wort von dir freuen. Bis dahin, alles Gute für dich! Im späten Herbst wird’s dir schon viel viel besser gehen.
Liebe Grüße Hans
Hallo Hans,
ich wollte mal nachfragen, ob Sie Ihre Archillessehne nun
operiert haben oder nicht?
Wie funktioniert das Gehen mittlerweile?
Hallo zusammen ich hatte vor 7 Wochen einen Unfall, in meinem rechten Fuß sind meine sehnen , Gefäße , nerven und und und gerissen dazu kommt noch das meine Achillessehen teils gerissen ist. Ich musste jetzt 7 Wochen so ein Schuh tragen so eine Art Schiene und hab jetzt mit der pyhsio angefangen.
Meine Frage ist jetzt wann werden ich wieder laufen können bzw. arbeiten und halbwegs normal weiter leben, klar kann man das nicht genau sagen aber mir reicht es schon, wenn man mir sagen könnte wie lange ungefähr ?